ehemalige Pizzeria
05.05.2026
Die Geschichte des ehemaligen Bades Klus geht sehr weit zurück - nämlich bis ins 14. Jahrhundert. Schon 1423 gab es in der Äusseren Klus den Gasthof "Leuen", und der hatte damals tatsächlich schon ein eigenes Badhaus. Ein paar Jahrhunderte später, im Jahr 1756, schnappte sich Johann Pfluger-Felber die Bude und baute sie in einen richtig prächtigen Gasthof um.
Ab 1787 übernahm der Leuenwirt Urs Jakob Winistörfer das Steuer. Er packte die Gelegenheit beim Schopf und holte sich 1834 die Bewilligung für ein brandneues Badehaus - inklusive Tanzsaal, versteht sich. Das Kuriose dabei: Kein Mensch weiss heute, woher das Wasser eigentlich kam oder ob es wirklich gesund war. Über die Heilkraft ist absolut nichts bekannt. Dem Oensinger Gemeinderat war das aber ziemlich egal. Er witterte ein Schnäppchen und schickte bedürftige Bürger fortan nicht mehr zur teuren Kur nach Baden oder Schinznach. Stattdessen hiess es: Ab in die Klus zum Blut-Schröpfen! Das war nah und vor allem extrem billiger.
Der Bade-Hype hielt allerdings nicht ewig. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wechselten die Besitzer ständig, und der Badebetrieb ging Bachab. Trotzdem bekam das Haus 1929 offiziell einen neuen Namen: Die von Roll'schen Eisenwerke Klus (die das Ganze von 1911 bis 1954 besassen) bestanden darauf, das alte "Leuen"-Schild durch "Bad Klus" zu ersetzen. Und das, obwohl damals schon seit Ewigkeiten niemand mehr dort gebadet hatte.
Der Aufstieg zum regionalen Gastro-Hotspot
In den darauffolgenden Jahrzehnten erfand sich das Haus neu und wurde zu einer echten kulinarischen Institution in der Region Oensingen-Balsthal. Besonders drei Epochen sind unvergessen:
- 1994-2009 (Kult-Pizza bei Antonio): Unter Antonio di Gloria wurde das Haus als Pizzeria "Bingo-Bongo" zur Legende. Wer an diese Zeit denkt, hat sofort den Duft von Holzofen-Pizza und italienischen Spezialitäten in der Nase.
- 2010-2014 (Der Zwischenstopp): In diesen Jahren übernahmen Elisabete und Fernando Diogo als Zwischenpächter das Zepter.
- 2014-2021 (Die Genuss-Ära Santucci): Im September 2014 brachten Massimo und Monika Santucci frischen Wind ins Haus. Sie zogen mit ihrem Konzept aus dem "Dal Toscano" ein. Als mediterranes Restaurant und erstklassiges Steakhouse mit Lavastein-Grill machten sie das "Dal Toscano Bad Klus" weit über die Region hinaus berühmt.
Das Feuerteufel-Drama und der Blick nach vorn
Im Spätsommer 2021 folgte der grosse Schock: In der Nacht auf den 21. August zerstörte ein verheerendes Feuer den kompletten Dachstock und das gesamte Innere des Hauses. Von jetzt auf gleich war das historische Gebäude unbewohnbar. Da der Bau von 1756 unter dem allerhöchsten Denkmalschutz steht, war ein Abriss absolut tabu. Jahrelang stand die Brandruine gut verpackt unter einem riesigen Schutzgerüst wie eine gigantische Zeitkapsel.
Doch das Warten hat ein Ende! Aktuell wird die Ruine des Bad Klus aufwendig saniert und umgebaut. Hinter der geschützten, historischen Fassade entsteht gerade ein komplett neues Innenleben:
- 13 neue Wohnungen: Realisiert wird ein moderner Wohnungsmix, der hauptsächlich aus gemütlichen Studios und kompakten Zweizimmerwohnungen besteht.
- Das Gastro-Aus: Die Zeiten von grossen Steaks und XXL-Pizzen an diesem Standort sind endgültig vorbei. Ein klassisches Riesen-Restaurant wird es hier nicht mehr geben.
- Kleiner, feiner Treffpunkt: Damit der geschichtsträchtige Ort seine Identität nicht verliert, zieht im Erdgeschoss ein praktischer Take-away ein. Geplant ist zudem eine kleinere Gastronutzung, die als gemütlicher, sozialer Treffpunkt für Bewohner und Besucher dient.
Das Bad Klus stirbt also nicht - es fängt nur ein völlig neues Kapitel an!
Quelle: oensingen.ch,
https://www.oensingen.ch/_docn/1210533/160531_Dokumentation_Ressource_Wasser.pdf
Anmerkung: dieser Text für von ChatGPT noch etwas überarbeitet.
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